Geboren wurde ich am 27. Februar 1965 in Dortmund. Dortmund ist bis heute meine Heimat geblieben – auch wenn sich die Stadtteile, in denen ich zu Hause bin, im Laufe der Jahre verändert haben.
Dortmund – von der Nordstadt nach Lütgendortmund
Bis zu meinem 35. Lebensjahr lebte ich in der Dortmunder Nordstadt, ganz in der Nähe des Hafens. Dort ging ich zunächst auf die Albrecht-Brinkmann-Grundschule und wechselte anschließend zum Helmholtz-Gymnasium. 1984 machte ich dort mein Abitur mit den Leistungsschwerpunkten Mathematik, Physik, Deutsch und Geschichte.
Danach ging es an die Universität Dortmund, wo ich Bauwesen im Bereich B2 studierte. Studium bedeutete für mich allerdings ziemlich schnell mehr als Vorlesungen, Klausuren und Mensa.
Ich gründete dort den SHB, engagierte mich für die Liste „AStA für Alle“ im Studentenparlament, war dort zeitweise sogar Präsident 🙂 und arbeitete als stellvertretender Vorsitzender im AStA.
Politik hat mich ohnehin schon früh gepackt. 1983 trat ich in die SPD ein.
Politik – engagiert, praktisch und gerne mittendrin
Meine politische Heimat waren zunächst die Jusos. Ich war Stadtbezirksvorsitzender der Nordstadtjusos und später stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der Jusos.
Besonders wichtig waren für mich damals Friedenspolitik und der Kampf gegen Rechts. Ich war Sprecher des Antifa-Forums und des Friedensplenums, engagierte mich im Ostermarsch-Komitee und war an der Organisation einer landesweiten Demonstration gegen die FAP in Duisburg beteiligt.
Die Ostermärsche im Ruhrgebiet und insbesondere die Herbstaktionen in Dortmund waren über lange Zeit ein Schwerpunkt meines politischen Engagements.
Später war ich als Ratsvertreter der Stadt Dortmund im Kultur- und Schulausschuss tätig.
Irgendwann zog es mich dann aus der Nordstadt nach Lütgendortmund. Zunächst wohnte ich am Volksgarten, später landete ich in der Germaniasiedlung, wo ich nun schon sehr lange zu Hause bin.
Auch dort blieb die Politik ein Teil meines Lebens: Ich war stellvertretender SPD-Stadtbezirksvorsitzender und Ortsvereinsvorsitzender. Besonders lange und intensiv habe ich mich außerdem im AfB-Unterbezirksvorstand mit Bildungspolitik beschäftigt.
Heute bin ich politisch etwas anders unterwegs – aber engagiert bin ich nach wie vor.
Monika – seit damals und bis heute
Und dann gibt es da noch Monika.
Wir haben uns in der Studentenpolitik kennengelernt und sind seitdem zusammen. Verheiratet sind wir auch – bis heute!
Das Geheimnis? Vermutlich gemeinsame Interessen. Und die haben wir tatsächlich immer noch.
Nach all den Jahren ist das vielleicht die wichtigste Gemeinsamkeit von allen.
Hunde gehören einfach dazu
Seit frühester Jugend bin ich außerdem Kamerad von Hunden.
Angefangen hat es mit Rex und Blacky, später kamen Elsa und Lappi, danach Carlchen, Wilma und Yenna.
Heute begleitet mich Teddy.
Wer einmal mit Hunden gelebt hat, weiß: Sie sind nicht einfach Haustiere. Sie mischen sich ein, haben ihre eigene Meinung, bestimmen den Tagesablauf – und schaffen es zuverlässig, einem klarzumachen, was im Leben wirklich wichtig ist.
IT – vom Internet-Juso zum IT-Berater
Eine meiner großen Leidenschaften ist die IT.
Angefangen hat das Ganze zu einer Zeit, als das Internet noch längst nicht selbstverständlich war. Ich erstellte Websites für die Dortmunder SPD, für Bernhard Rapkay (MdEP), Ulla Burchardt (MdB) und die Falken Dortmund.
Ich bin – jedenfalls nach Franz-Josef Drabig 🙂 – wohl als einer der ersten „Internet-Jusos“ Dortmunds in die Geschichte eingegangen.
Damals war ein Internet-Café noch eine kleine Sensation. Ich habe Internet-Cafés in der Jugendfreizeitstätte Nord, in der Kirchengemeinde Kirchlinde und für die Falken in Nette mit aufgebaut. Auf der YOU habe ich gemeinsam mit dem Jugendamt ebenfalls ein Internet-Café angeboten.
Irgendwann wurde aus dem Hobby eine Profession.
Das Ganze musste professioneller werden, und so wurde ich einer der ersten Fachinformatiker für Systemintegration. Mein beruflicher Einstieg führte mich in die Administration eines bundesweit agierenden Systemhauses.
Heute berate ich kleine und mittelständische Unternehmen bei praktisch allen Fragen rund um die IT.
Und das Schöne ist: Es macht mir immer noch Spaß.
IT bedeutet für mich nicht einfach, Rechner einzurichten oder irgendwelche Systeme zum Laufen zu bringen. Mich reizt vor allem die Aufgabe, Neues zu entwickeln, in bestehende Strukturen einzubauen und dabei Innovation und Handhabbarkeit zusammenzubringen.
Und natürlich muss das Ganze auch finanziell realistisch bleiben.
Technik ist schließlich kein Selbstzweck. Sie soll Menschen und Unternehmen das Leben leichter machen.
Ehrenamt – weil Nachbarschaft nicht von alleine funktioniert
Mein Engagement hat sich inzwischen stärker auf mein direktes Lebensumfeld verlagert.
Aktuell bin ich im Vorstand des Fördervereins Dortmund-Marten und Germania e.V. aktiv und engagiere mich in der Nachbarschaftswerkstatt Meilenstein.
Auch im Siedlerverein Germaniasiedlung bin ich aktiv.
Ich mag Projekte, bei denen Menschen nicht nur übereinander reden, sondern gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Gerade im Stadtteil kann man dabei oft mehr bewegen, als man zunächst denkt.
Und dann wäre da noch die Sache mit dem Fahrrad …
Mit das Wichtigste kommt – wie so oft – zum Schluss:
Seit einigen Jahren bin ich begeisterter Fahrradfahrer.
Und dafür gibt es eigentlich nur eine vernünftige Beschreibung:
Freiheit.
Dieses Gefühl, einfach loszufahren, unterwegs zu sein und selbst zu entscheiden, wohin die Reise geht, ist für mich einzigartig.
Das Fahrrad ist für mich Sport, Bewegung, Entspannung und Abenteuer zugleich. Und ganz nebenbei entdeckt man seine eigene Umgebung plötzlich noch einmal völlig neu.
Ein bisschen Nerd muss sein
Natürlich darf bei mir auch die Popkultur nicht fehlen.
Ich bin Trekki der ersten Stunde.
Picard, Janeway und Sisko gehören eindeutig zu meinen Helden.
Und natürlich:
Chewbacca.
Keine Diskussion. 🙂
Aber auch darüber hinaus begleiten mich einige Figuren durch meine Freizeit – Ann Kathrin Klaasen, Uhtred von Bebbanburg, Lena Odenthal, Karin Gorniak, Bruno Ehrlicher und natürlich Alexander Bukow.
Krimis, historische Geschichten, Science-Fiction – Hauptsache, die Figuren sind interessant und die Geschichte hat etwas zu erzählen.
Und was habe ich vergessen?
Wahrscheinlich eine ganze Menge.
Wenn man auf mehr als sechs Jahrzehnte zurückblickt, passt eben nicht alles in einen Lebenslauf. Und vieles, was im eigenen Leben wichtig war, findet ohnehin keinen Platz in Jahreszahlen und Berufsbezeichnungen.
Vielleicht ist das auch ganz gut so.
Denn wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, dann sehe ich vor allem eines:
Menschen, für die ich mich engagiert habe.
Menschen, mit denen ich gemeinsam etwas bewegt habe.
Technik, die mich immer wieder neugierig macht.
Hunde, die mich begleitet haben.
Politik, die mich geprägt hat.
Monika, die geblieben ist.
Und ein Fahrrad, das mich immer wieder losfahren lässt.
Und vermutlich ist das eine ganz gute Zusammenfassung.